
Energie und Zukunft
Wie unsere Region zur klimaneutralen Region
am Meer wird.
Unsere Region hat gelernt, mit den Kräften der Natur zu leben. Wir kennen Wandel – vom Deichbau über den Hafenausbau bis zur Sicherung unserer Küsten. Wir wissen, was es bedeutet, in Generationen zu denken. Heute stehen wir vor der größten Transformation unserer Zeit: dem Umbau zur klimaneutralen Region. Wilhelmshaven-Friesland übernimmt dabei eine Rolle, die weit über unsere Grenzen hinausreicht. Wir werden zur grünen Energiedrehscheibe Deutschlands. Nicht weil es einfach ist, sondern weil wir die Voraussetzungen haben – und weil wir Verantwortung annehmen.
DIE VISION: Klimaneutrale Region am Meer
Eine Region erfindet sich
neu – Schritt für Schritt.
Die Initiative Wilhelmshaven-Friesland arbeitet daran, unsere Region bis 2045 klimaneutral zu gestalten. In sieben strategischen Handlungsfeldern entstehen Projekte, die den Wandel konkret machen: von Bürgerenergie-Initiativen über kommunale Wärmenetze bis zur Mobilitätswende. Von Bildungsprojekten über nachhaltige Wirtschaftsentwicklung bis zum Schutz des Weltnaturerbes Wattenmeer. Über 100 Bürgerinnen und Bürger haben in Workshops mitgedacht. Zahlreiche Projekte sind bereits in der Umsetzung oder Planung. Die Region bewegt sich. Aber all diese Projekte – so wichtig sie sind – stehen auf einem Fundament. Und dieses Fundament ist der ENERGY HUB Wilhelmshaven.
DER GAMECHANGER: WARUM DER ENERGY HUB DER ENTSCHEIDENDE BAUSTEIN IST
DER MOTOR, DER VIELES
MÖGLICH MACHT.
Der ENERGY HUB Wilhelmshaven ist der entscheidende Baustein der regionalen Transformation. Er ist kein Einzelprojekt, sondern der wirtschaftliche Motor, der eine ganze Region in Bewegung bringt. Er schafft die Grundlage für neue Arbeitsplätze, zieht Industrien an, stärkt die Hochschulen und macht die Region zu einem Magneten für Talente und Investitionen.
Die Initiative Wilhelmshaven-Friesland hat über 50 Projekte auf den Weg gebracht – von Bürgerenergie über kommunale Wärmenetze bis zur Mobilitätswende. Diese Projekte zeigen bereits heute, dass der Wandel konkret wird. Aber ihre langfristige Perspektive hängt davon ab, ob es gelingt, die grüne Energiedrehscheibe zu etablieren. Denn sie schafft das wirtschaftliche Fundament, auf dem regionale Vorhaben aufbauen können.
Der ENERGY HUB ist der wichtigste Hebel. Wenn er gelingt, öffnet sich eine Zukunft voller Möglichkeiten. Deshalb ist es so wichtig, dass die Menschen verstehen, was hier entsteht – und warum es hier entstehen muss.
Warum Deutschland Elektronen UND Moleküle braucht
Grüne Energie hat zwei Gesichter – Strom und Wasserstoff.
Deutschland braucht bis 2045 eine vollständig klimaneutrale Energieversorgung. Das bedeutet: Wir müssen fossile Energieträger durch zwei Formen grüner Energie ersetzen.

Elektronen – der grüne Strom
Wind- und Sonnenstrom versorgen Haushalte, Büros und Elektroautos. Aber er schwankt: Nachts scheint keine Sonne, im Winter weht oft wochenlang kaum Wind. Diese Schwankungen müssen ausgeglichen werden.

Moleküle – der grüne Wasserstoff
Hier kommt Wasserstoff ins Spiel. Er hat zwei Funktionen: Als Speicher. Überschüssiger Windstrom wird in Wasserstoff umgewandelt und in Kavernen gespeichert. Bei Bedarf wird er zurück in Strom verwandelt oder über Pipelines dorthin transportiert, wo er gebraucht wird.

Als Rohstoff für die Industrie
Stahlwerke, Chemiefabriken und Raffinerien brauchen Wasserstoff, um klimaneutral zu produzieren. Stahl lässt sich nicht mit Strom herstellen – er braucht hohe Temperaturen und chemische Reaktionen, die nur Wasserstoff liefern kann. Gleiches gilt für die Produktion von Düngemitteln, Kunststoffen und synthetischen Kraftstoffen.

Die Zahlen
Deutschland wird bis 2045 etwa 2.200 Terawattstunden grünen Wasserstoff benötigen. Das entspricht etwa 45 Prozent des heutigen Gesamtenergiebedarfs. Die deutsche Industrie – allen voran Stahl, Chemie und Raffinerien – wird davon den größten Anteil verbrauchen.
Etwa 50 bis 70 Prozent des Wasserstoffs müssen importiert werden, weil wir nicht genug eigene Flächen für Wind- und Solaranlagen haben. Der ENERGY HUB Wilhelmshaven soll perspektivisch bis zu 10 Prozent des Wasserstoffbedarfs der deutschen Industrie decken. Das macht ihn zu einem der bedeutendsten Energieprojekte Deutschlands.
KREISLAUFWIRTSCHAFT:
WIE RESTSTOFFE ZU
ROHSTOFFEN WERDEN
Nichts geht verloren – alles wird genutzt.
Der ENERGY HUB denkt in Kreisläufen. Moderne Industrien produzieren keine Abfälle mehr – sie erzeugen Reststoffe, die andere Unternehmen als Rohstoffe nutzen. Dieses Prinzip macht Wilhelmshaven zu einem Modellstandort für intelligente Wertschöpfung.

CO₂ wird zum Rohstoff
Industrieprozesse setzen CO₂ frei. Statt es in die Atmosphäre zu entlassen, wird es abgeschieden und mit grünem Wasserstoff zu synthetischen Kraftstoffen, Chemikalien oder Baustoffen verarbeitet. Was früher Abfall war, wird zum wertvollen Ausgangsmaterial.

Abwärme wird zu Fernwärme
Elektrolyse-Anlagen und Industrieprozesse erzeugen Wärme. Diese Wärme fließt in kommunale Wärmenetze und heizt Wohnungen und Gewerbeflächen – ohne zusätzlichen Energieeinsatz.

Restoffe werden zu neuen Produkten
Nebenprodukte aus der Wasserstoff-Produktion – etwa Sauerstoff – werden von ansässigen Unternehmen direkt weiterverarbeitet. Kurze Wege, keine Transportverluste, maximale Effizienz.

Grüne Energie zieht Unternehmen an
Unternehmen, die klimaneutral produzieren wollen, brauchen verlässlichen Zugang zu grüner Energie – und zwar in großen Mengen. Der ENERGY HUB bietet beides: günstige Offshore-Windenergie und riesige Speicherkapazitäten, die Schwankungen ausgleichen. Das macht Wilhelmshaven für Batteriehersteller, Rechenzentren, Chemieunternehmen und andere energieintensive Branchen zum idealen Standort. So entsteht ein intelligentes Ökosystem, in dem jeder Baustein den nächsten stärkt. Keine Abfälle. Keine Verschwendung. Nur Wertschöpfung.
DER ENERGY HUB:
WIE DAS SYSTEM FUNKTIONIERT
Import, Erzeugung, Speicherung, Verteilung – ein intelligentes System. Der ENERGY HUB Wilhelmshaven ist ein intelligentes System aus vier ineinandergreifenden Bausteinen. Vorangetrieben von einer Allianz aus über 40 nationalen und internationalen Partnern – darunter TES, Uniper, BP und viele weitere.

Import & Anlandung
Über Deutschlands einzigen Tiefwasserhafen legen die größten Tanker mit grünem Wasserstoff und Ammoniak an – unabhängig von Gezeiten, zu jeder Tages- und Nachtzeit.

Erzeugung vor Ort
Mit Offshore-Windstrom wird grüner Wasserstoff direkt hier durch Elektrolyse produziert. Geplante Kapazität: 500 Megawatt bis 2035.

Speicherung in Kavernen
Über 150 Millionen Kubikmeter unterirdische Salzkavernen dienen als saisonaler Speicher – die größte grüne Batterie Deutschlands, die Schwankungen ausgleicht und Versorgungssicherheit garantiert.

Verteilung & Transport
Über neu gebaute Pipelines fließt die Energie ins Ruhrgebiet, nach Niedersachsen und zu den großen Industriezentren des Landes. Ohne Verluste, ohne Umwege. Dieses System macht Wilhelmshaven zum Knotenpunkt der deutschen Energiewende.
Warum Wilhelmshaven?
Die sechs Standortvorteile
Der einzige Standort mit allen Voraussetzungen.
Wilhelmshaven vereint sechs Erfolgsfaktoren, die in dieser Kombination in Deutschland einzigartig sind:
– unabhängig von Gezeiten, für die größten Energieschiffe der Welt
– größte Speicherkapazität für grüne Gase in Deutschland
– bestehende Anbindung an das deutsche Fernleitungsnetz
– 12 Gigawatt Windkraft vor der Küste bis 2030
– über 400 Hektar verfügbar für Ansiedlungen
– 50 Jahre Erfahrung im Umgang mit Gasen und Energielogistik
Diese Kombination gibt es nirgendwo sonst in Deutschland. Sie macht Wilhelmshaven nicht zu einem möglichen, sondern zum logisch richtigen Standort. Die Entscheidung für diesen Ort ist keine politische Willkür, sondern eine geostrategische Notwendigkeit.
AUSBLICK UND EINLADUNG
DIE ENERGIE DER ZUKUNFT –
ERZEUGT, GESPEICHERT UND VERTEILT
IN WILHELMSHAVEN-FRIESLAND.
Der ENERGY HUB ist der Treiber. Aber er ist nicht das Ende der Geschichte. Er ist der Impuls, der eine ganze Region in Bewegung bringt – und der zeigt, dass Klimaschutz, wirtschaftlicher Erfolg und Lebensqualität zusammengehören. Wir haben die Voraussetzungen. Wir haben die Erfahrung. Wir haben die Projekte. Jetzt geht es darum, die Chance zu nutzen. Und genau darum zeigen wir hier, was konkret passiert – offen, nachvollziehbar und Schritt für Schritt.
Die Kettenreaktion:
Was der Energy
Hub in Bewegung setzt
Ein Motor, der die ganze Region bewegt.
Wenn der ENERGY HUB steht, setzt das eine Kettenreaktion in Gang.

Neue Industrien siedeln sich an
Batteriehersteller, Rechenzentren, Stahlverarbeitung, chemische Industrie – sie alle brauchen grüne Energie in großen Mengen. Der ENERGY HUB macht Wilhelmshaven für sie zum idealen Standort.

Kreislaufwirtschaft entsteht vor Ort
Unternehmen nutzen die Restoffe anderer Firmen als Rohstoffe. CO₂ wird zu synthetischen Kraftstoffen verarbeitet. Abwärme heizt Wohnungen. Nebenprodukte wie Sauerstoff werden direkt vor Ort weiterverarbeitet. So entsteht ein geschlossenes System, in dem nichts verloren geht. Kurze Wege, maximale Effizienz, neue Ansiedlungen – weil die Voraussetzungen stimmen.

Arbeitsplätze entstehen
Hunderte neuer, zukunftssicherer Jobs – vom Anlagenmechaniker für Wasserstoff-Pipelines über IT-Spezialist:innen zur Steuerung der Netze bis zur Chemie-Ingenieurin. Unternehmen errichten Ausbildungszentren für Wasserstoff-Technologien. In Kooperation mit den Berufsschulen und der Jade Hochschule bilden wir die Fachkräfte für morgen direkt hier bei uns aus.

Die Hochschulen wachsen
Die Nähe zur Spitzentechnologie macht die Jade Hochschule und unsere Forschungsinstitute zu begehrten Partnern. Neue Studiengänge entstehen. Eine lebendige Start-up-Szene findet hier den perfekten Nährboden.

Regionale Projekte werden möglich
Parallel dazu entstehen in der gesamten Region über 50 Projekte der Initiative Wilhelmshaven-Friesland: Kommunale Wärmenetze, die mit der Abwärme aus Industrieprozessen betrieben werden. Photovoltaik-Anlagen auf öffentlichen Gebäuden. Mobilitätskonzepte, die Dörfer und Städte besser vernetzen. Umweltbildungsprojekte, die zeigen, wie Wirtschaft und Naturschutz zusammengehen. Diese Projekte sind nicht Anhängsel, sondern Teil eines großen Plans. Aber sie brauchen das wirtschaftliche Fundament, das der ENERGY HUB legt. Jahrzehntelang sind junge Menschen abgewandert. Jetzt kehrt sich der Trend um. Der ENERGY HUB zieht qualifizierte Fachkräfte an, die hier einen spannenden Job und eine hohe Lebensqualität am Meer finden.

Von der Planung zur Umsetzung
Wie es weitergeht – transparent und nachvollziehbar

Die Transformation folgt klaren Schritten. 2025 fallen die politischen Entscheidungen, 2026 beginnt die öffentliche Beteiligung, ab 2027 starten die ersten Betriebsphasen. Bis Mitte der 2030er Jahre entsteht ein vollständig funktionsfähiger ENERGY HUB. Jeder Schritt wird dokumentiert. Jede Entscheidung ist nachvollziehbar. Jede Frage wird beantwortet. Weil Vertrauen nur dort entsteht, wo Transparenz herrscht.


