
Der ENERGY HUB – Import, Erzeugung & Verteilung
Wie ein intelligentes System aus vier Bausteinen die Energiewende möglich macht.
Wie ein intelligentes System aus vier Bausteinen die Energiewende möglich macht.
Ein System, das ineinandergreift.
Seit Jahrzehnten bewegen wir Energie. Vom Rohöl bis zum LNG-Terminal – Wilhelmshaven kennt die Logik großer Infrastrukturen. Jetzt bauen wir das nächste Kapitel. Aber dieses Mal nicht für fossile Energien, sondern für die klimaneutrale Zukunft Deutschlands.
Der ENERGY HUB Wilhelmshaven ist kein einzelnes Kraftwerk, kein isoliertes Terminal. Er ist ein intelligentes System aus vier Bausteinen, die nahtlos ineinandergreifen: Import, Erzeugung, Speicherung und Verteilung. Jeder Baustein erfüllt eine präzise Funktion. Zusammen bilden sie die grüne Energiedrehscheibe für Deutschland.
WUSSTEN SIE SCHON?
Der ENERGY HUB wird 2032 in der Lage sein, bis zu 45 Prozent des künftigen deutschlandweiten Bedarfs an klimafreundlichem Wasserstoff zu decken . Das entspricht einer jährlichen Bereitstellung von bis zu 40 Terawattstunden – genug, um einen erheblichen Teil der deutschen Stahl-, Chemie- und Raffinerieindustrie mit grüner Energie zu versorgen.
DIE VIER BAUSTEINE
DES SYSTEMS
Import, Erzeugung, Speicherung, Verteilung – so funktioniert das System. Der ENERGY HUB besteht aus vier ineinandergreifenden Bausteinen. Jeder einzelne ist unverzichtbar. Gemeinsam schaffen sie ein System, das Deutschland mit grüner Energie versorgen kann.

BAUSTEIN 1: Import & Anlandung
Über Deutschlands einzigen Tiefwasserhafen legen die größten Energieschiffe der Welt an – unabhängig von Gezeiten, zu jeder Tages- und Nachtzeit. Sie liefern grünen Wasserstoff und Ammoniak aus Regionen, in denen Wind und Sonne im Überfluss vorhanden sind. Das importierte Ammoniak wird vor Ort wieder in reinen Wasserstoff umgewandelt und ins deutsche Energienetz eingespeist.

BAUSTEIN 2: Erzeugung vor Ort
Mit Offshore-Windstrom aus der Nordsee wird grüner Wasserstoff direkt hier durch Elektrolyse produziert. Geplante Kapazität: 500 Megawatt bis 2035. Die Nähe zu den Windparks ist entscheidend: Je kürzer der Weg vom Windrad zur Elektrolyse-Anlage, desto effizienter das System.

BAUSTEIN 3: Speicherung in Kavernen
Über 150 Millionen Kubikmeter unterirdische Salzkavernen – tief unter der Erde in Friesland – dienen als saisonaler Speicher. Sie gleichen Schwankungen aus: Im Sommer wird überschüssige Windenergie in Wasserstoff umgewandelt und eingelagert. Im Winter, wenn der Energiebedarf steigt, wird der Wasserstoff wieder abgerufen.

BAUSTEIN 4: Verteilung & Transport
Über neu gebaute und umgerüstete Pipelines fließt die Energie ins Ruhrgebiet, nach Niedersachsen und zu den großen Industriezentren des Landes. Ohne Verluste. Ohne Umwege. Direkt dorthin, wo sie gebraucht wird.
Wussten Sie schon?
Deutschland wird bis 2045 etwa 2.200 Terawattstunden grünen Wasserstoff benötigen – das entspricht rund 45 Prozent des heutigen Gesamtenergiebedarfs. Etwa 50 bis 70 Prozent davon müssen importiert werden, weil wir nicht genug eigene Flächen für Wind- und Solaranlagen haben.
Warum dieses System
hier funktioniert
Die sechs Standortvorteile – in dieser Kombination einzigartig.
Der Energy Hub funktioniert nur, weil Wilhelmshaven sechs entscheidende Voraussetzungen erfüllt – eine Kombination, die in Deutschland kein anderer Standort bietet:
DIE PARTNER-ALLIANZ
Über 40 Partner – eine Allianz, die es so in Europa kein zweites Mal gibt. Der Energy Hub wird nicht von einem einzelnen Unternehmen gebaut. Er ist das Ergebnis einer starken Allianz aus über 40 nationalen und internationalen Partnern – eine Zusammenarbeit, die in dieser Form einzigartig ist in Europa.
Die Hauptakteure:
TES (TREE ENERGY SOLUTIONS) entwickelt Import-Terminals und Elektrolyse-Anlagen. Investitionsvolumen: 3 Milliarden Euro. Geplante Arbeitsplätze: 800 direkt, 1.200 indirekt. Zeitplan: Baubeginn 2027, Betrieb ab 2029.
UNIPER baut Wasserstoff-Produktions- und Speicheranlagen. Investitionsvolumen: 1,2 Milliarden Euro. Geplante Arbeitsplätze: 350 direkt, 600 indirekt. Zeitplan: Pilotanlage 2028, Vollbetrieb 203.
Weitere Partner – darunter Harbour Energy, BP und andere – entwickeln parallel eigene Projekte, die das System ergänzen und erweitern.
Wussten Sie schon?
Die Gesamtinvestitionen für den ENERGY HUB werden auf 12 bis 20 Milliarden Euro geschätzt. Das entspricht etwa dem Budget der Olympischen Spiele in London 2012 oder dem Bau des Gotthard-Basistunnels – eines der größten Infrastrukturprojekte Europas der letzten Jahrzehnte. Diese Allianz zeigt: Der ENERGY HUB ist kein spekulatives Vorhaben, sondern eine verbindliche, milliardenschwere Investition in die Zukunft.





